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Ein Insider packt aus: Die Versicherer haben in wertlose Strukturen investiert
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Ein Insider packt aus: Die Versicherer haben in wertlose Strukturen investiert

09.02.2009 | proConcept AG | proConcept AG

Ein Insider der Wertpapierbranche hat ausgepackt: In den letzten knapp 6 Jahren kauften die Versicherungen nur noch sogenannte „Strukturen“. Diese sind heute  wertlos.

Fast alle Lebensversicherungen haben nur noch langlaufende Wetten in den Beständen. Doch diese sind heute nichts mehr wert. Was nun? Die gesamte Versicherungsbranche kann ja kaum in eine Bad-Versicherung gesteckt werden.

Der Insider, der sich „Marc aus Luxemburg“ nennt, packt auf der Internetseite „MMNEws“ über diese „Strukturen“ aus: “Und damit sind unsere Lebensversicherer bis zur Halskrause voll. Sprich die Wahrscheinlichkeit der Rückzahlung ist gering, die Zinszahlung fast ausgeschlossen und das Risiko auf lange Zeit nach hinten verlagert. Nur, dass die  Versicherungen gleichzeitig fällige Lebensversicherungen ausbezahlen sollen. Von was, frage ich Sie nun? Da die Lebensversicherungen zudem keine Renditen mehr bieten, werden kaum noch neue abgeschlossen. Heißt kein frisches Geld. Das System funktioniert aber nur so, dass neues Geld her muss, um die Versicherungen ausbezahlen zu können. Also muss die Versicherung an die Substanz gehen. Dort befinden sich aber eben mittlerweile fast nur noch unverkäufliche Strukturen. Wird Ihnen das Problem bewusst? Es wird verkauft, was da ist. Für Aktien bekommt man wenig, aber zumindest noch etwas – also werden die verkäuflichen Pfandbriefe/Namenspapiere von Sparkassen Volksbanken Geschäftsbanken, welche gedeckt sind, zu Schleuderpreisen verkauft – sprich wir bewegen uns auch von dieser Seite auf einen Rentenknall/-crash zu, denn da gibt es noch einiges an Beständen und die Versicherungen wollen ja nicht öffentlich auffliegen, denn sonst zieht jeder sein Geld von den Versicherungen ab. Jeder, der zumindest denken kann. Ein kaputter und trauriger Kreislauf.“

Der Insider gibt ein Beispiel: Eine Sparkasse will sich günstig Geld besorgen. Die entsprechende Landesbank geht dann  zum Beispiel zu Goldman Sachs, das ist eine US-Investmentbank, macht aus diesen Sparkassenschuldscheinen eine 30-jährige Struktur mit vielen, sehr vielen Derivaten (Finanzinstrumente, deren Preise sich nach den Kursschwankungen oder den Preiserwartungen anderer Investments richten und so konstruiert sind, dass sie die Schwankungen der Preise dieser Anlageobjekte überproportional nachvollziehen) und „wettet“ darauf. Diese Struktur wird dann an die sparkasseneigene Lebensversicherung (im Gegensatz zu einem normalen Schuldscheindarlehen) zu einem konkurrenzlos günstigen Preis verkauft. Problem: Die ganze Konstruktion besteht nur noch aus Wetten, die dann unverkäuflich sind.  Vergleichbar ist das Ganze mit einem Schneeballsystem, bei dem die Ersten gewinnen und die Letzten auf der Strecke bleiben.

Insider hat sich goldene Nase verdient

Der Insider hat vor Jahren selbst auch diese Strukturen verkauft und hat sich daran eine goldene Nase verdient. Doch dann wollte eine Bank so eine Struktur verkaufen. Diese Anlage konnte nicht mehr bewertet werden. Sie war unverkäuflich. Er selbst ließ die Finger davon, da er Angst hatte, seine Kunden zu verlieren, doch die  verlor er trotzdem. Denn die Banken wollten plötzliche alle nur noch dieses Zeug kaufen.
Das Problem der deutschen Lebensversicherer scheint die Verbindung mit drohenden Bankenpleiten zu sein, denn sie sind mit den Geldinstituten so eng verwoben, so dass nicht einmal die Finanzaufsicht BaFin die Folgen einer Bankenpleite für sie vorhersagen kann. Denn  bisher müssen die Konzerne ihre Bank-Verflechtungen nicht offenlegen.

Zweifelhaft ist, ob der Verlust von zwei Milliarden, den die Allianz-Aktie im Sommer hinnehmen musste, sich wirklich nicht auf die Policen auswirkt, wie behauptet wird. Der Verlust sei laut Aussage der Allianz nur auf das miserable Ergebnis der Dresdner Bank zurückzuführen.

Beispielsweise hatte auch die Münchener Rück (ein weltweiter Rückversicherer)  etwa 350 bis 400 Millionen Euro Verlust durch die Pleite der Lehman Brothers erlitten. Möglicherweise haben auch andere Versicherer ihre Hände im Spiel und mussten größere Verluste hinnehmen. Doch darüber wird sich ausgeschwiegen.

Hilfe für pleitegegangene Versicherung?

Wenn ein Versicherungskonzern pleite geht, stehen bis zu 6,8 Milliarden Euro von der Branche zur Verfügung. Doch in Anbetracht der Tatsache, dass die deutschen Lebensversicherer jedes Jahr 64 Milliarden Euro an ihre Kunden zahlen, ist der Betrag geradezu lächerlich.
Und so sicher scheint „Protektor“ auch nicht zu sein. Denn die Auffanggesellschaft kann ganz schnell überfordert sein. Erst bis Ende 2009 müssen die Versicherer ihre gesetzlich vorgeschriebenen 680 Millionen in die Sicherungseinrichtung eingezahlt haben. Wenn Protektor einer Lebensversicherung nicht helfen kann, dann müssen die Versicherten versuchen, ihre Ansprüche mit der Insolvenzmasse zu begleichen. Wenn gleich mehrere Lebensversicherer zeitgleich erledigt sein sollten, dann wäre für Protektor ganz schnell der Ofen aus.

Die Quintessenz des Insiderberichtes ist also: Finger weg von Lebensversicherungen. Der Insider schwört mittlerweile auf die Wertanlage Gold. Er selbst hat seine Altersvorsorge schon vor Jahren in Goldmünzen getauscht.
 

7 Kommentar(e) zum Artikel

Von Ursula B.

 

am 17.02.2009 um 08:06

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Was heißt "lächerlicher Artikel im Bildzeitungsstil"? Natürlich ist es nicht schön zu hören, wie mit unseren Versichertenbeiträgen umgegangen wird. Aber jetzt sind wir beim LV-Doktor und haben so die Chance, unsere Beiträge wieder zu bekommen.
Klar möchte man so etwas eigentlich nicht hören, das das Geld in irgendwelche wertlosen Strukturen angelegt wurde, aber letztendlich haben wir doch ein Recht darauf, das zu erfahren, oder?
MfG Ursula B.

Von Markus Kosellek

 

am 10.02.2009 um 14:53

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...sehe ich ähnlich: LÄCHERLICHER ARTIKEL IM BILDZEITUNGSSTIL

Pro: Kapitalbildende Lebens- und Rentenversicherungen machen in 90+x % aller Fälle aus Renditeaspekten keinen Sinn, ja man sollte schnell handeln

Contra: dieser Artikel hat nichts mit seriösem, wissenschaftlich fundierten oder mathematisch begründbaren Fakten zu tun - logischerweise verdienen Menschen auch am Kündigungsgeschäft und man sollte sich immer die Perspektive derer klar machen die "Insidernews" verbreiten - Wildwestmentalität ist bei Geldgeschäften nicht angebracht (erst schiessen dann denken) Die ProConcept hat bei vielen Dingen im Kern recht, dennoch werden hier Geschäfte mit der Kündigung gemacht und zwar nur damit! Ein Fersehsender oder eine Zeitung die keine übertrieben guten oder schlechten Nachrichten hat ist auch uninteressant.

Eine Geldanlage nur auf Prägegold zu bauen ist derart Sinnfrei das eis keines Kommentars bedarf. Vernünftige Anlagen sind immer breit gestreut und habe in Hinblick auf eine sinnvolle Assetallocation diverse Portfoliobestandteile die in Ihrer Struktur auf Korellationen und Restlaufzeiten abgestimmt sind.

Von Antje Wolter

 

am 10.02.2009 um 11:49

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zu Andreas Hoefler
-dem kann ich nur zustimmen. ich denke auch, dass alle Spareinlagen u.s.w. schrittweise entwertet werden. Vorteile hätten die Familien mit Kredit auf ihrem Häuschen, der wird ja dann gleichfalls entwertet.

Wie soll denn eine Zwangshypothek auf die Hausbesitzer eingeführt werden?

Ich stimme zu, "je schneller wir unten sind, um so eher müssen alle wieder Hand anlegen... richtig, das gilt aber nur für die Jungen, für die Älteren, die am Ende ihres Arbeitslebens und nicht mehr ihre volle Kraft haben, wird es bitter.

Gold als Altersvorsorge ist nicht geeignet--- wieso nicht, es bleibt wenigstens wertstabil und kann in jede andere Währung umgetauscht werden, denn es gibt ja begründete Befürchtungen, dass der EUR bald auseinanderbricht, dann ist jeder mit einer Geldanlage in EUR dumm dran. Sarkozy und Währungskommissar Almunia befürchten das Auseinanderbrechen der Eurozone, es heißt, dass dies ein sehr heißes Thema in der Bankenwelt ist.

Von Magic

 

am 10.02.2009 um 10:17

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Lächerlicher Artikel. Kommen wir zum ersten was mich stört, Gold ist keine krisensichere Anlage. Wenn, dann nur zu ganz bestimmten Bedingungen und unter ganz seltenen Voraussetzungen. Und seine Altersvorsorge von Goldmünzen abhängig zu machen grenzt schon an Blödheit. Des Prägegeld (Eine Art Ausgabeaufschlag liegt sehr oft weit über dem tatsächlichen Materialwert des Goldes. Soviel also zu dem Thema.
Kommen wir nun zum VAG (Versicherungsaufsichtsgesetz!). Ein deutscher Lebensversicherer muss sein Geld überwiegend in Anlagen investieren, die garantiert nicht von Banken gehandelt werden. Immobilien beispielsweise oder Bundesschatzbriefe und ähnliches. Spekulativ kann der VR insgesamt max. 15 % anlegen. Und seit der Aktienkrise 9/11 haben die meisten Versicherer Horror davor und halten nur geringe Aktienbestände. Wie sagte mir neulich ein Vorstand eines großen Maklerversicherers (Versicherungsverein auf Gegeseitigkeit!) ich kann nachts ruhig schlafen, wir legen die Gelder unserer Versicherten lieber in Parkhäusern oder Immobilien mit niedrigen Renditen an, dafür stimmt unsere Überschußberechnung schon seit Jahren und macht unsere Kunden froh.
Weil die meisten Versicherer bei Bundesschatzbriefen keine 5 % rednite bekommen, wollen Sie ja Ihre garantierte Mindest-Verzinsung absenken, da Sie so von Ihren Reserven leben.

Keine Frage, ich persönlich halte die Kapitalbildende Lebens- oder Rentenversicherung für Betrug, aber deshalb kann ich diese Aussagen hier trotzdem nicht unterstützen. Das ist meiner Meinung nach alles reine Panikmache.

Von proConcept AG

 

am 10.02.2009 um 10:16

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Sehr geehrter Herr Nolte,

wir können Ihre Befürchtung natürlich verstehen.
Aber es ist gerade jetzt wichtig, das Geld aus solchen Versicherungverträgen herauszuholen. Wir haben die Zeichen der Zeit schon vor Jahren erkannt und arbeiten mit Hochdruck an der Rückholung der eingezahlten Gelder für unsere Kunden.

Ihre proConcept AG

Von Andreas Hoefler

 

am 10.02.2009 um 10:14

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Hallo,

mal ganz ehrlich, wer es jetzt noch nicht begriffen hat, das dieses Kiste schon an der Wand ist - nicht erst noch dagegengefahren werden muss, ja der ist wirklich naiv. Es wird einen kurzen Zwischenstopp geben, der dadurch zuststande kommt, dass nun erst einmal, die ganzen privaten Rücklagen und Spareinlagen Schritt für Schritt entwertet werden. Dann geht man auf die Sachbesitzer los - die können ja mit ihrem Häuschen nicht davon laufen. Durch Zwangshypotheken darauf wird ein kleines Zwischenhoch geschaffen und dann geht´s voll in die Schei....!
Diesen hohen Schuldenstand kann man nur so abbauen - oder sofort alle Alters und vor allem Pesionsbezüge auf Null stoppen, denn die letzteren davon sind seit Jahrzehnten überzogen. Es ist eine Überversorgung und in diese wurden viele viele mit goldenem Handschlag schon mit knapp über 50 geschickt - Wahnsinn! Von den vielen, die sich in unser Sozialesnetz geschlichen haben und gut darin leben will hier nicht sprechen. Aber ganz sakastisch zum Schluss - ich bin schon immer selbständig und kenne im Gegensatz zu vielen die von diesem Staat ohne Leistung leben, was zu leisten ist um zu VERDIENEN - und deshalb sage ich - je schneller wir unten sind desto besser, damit alle wieder Hand an legen müssen, wenn es Ihnen besser gehen soll.

Bis dann A. Hoefler


Von Klaus Nolte

 

am 10.02.2009 um 09:14

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Vor ein paar Tagen haben Sie mir noch Mut gemacht, daß ich eventuell mit Nachzahlungen aus meinen Versicherungen rechnen kann.
Wenn ich nun Ihre E-mail über den Insiderbericht lese kann ich wohl so langsam die Hoffnung begraben.
Teilen Sie mir bitte mit, ob überhaupt noch eine Chance besteht an einbehaltenes Geld der Versicherungen zu kommen.

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