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Schon wieder Tausende Euro schwerer Fehler bei der Ergo / Pannenserie bei Deutschlands fünftgrößtem Lebensversicherer reißt nicht ab

14.09.2015 | proConcept research Süddeutsche Zeitung | SIM LV Doktor Team

Erst vor wenigen Wochen sorgte die Munich-Re-Tochter mit einem eklatanten Rechenfehler für negative Schlagzeilen. So war im Juli bekannt geworden, dass in rund 350.000 Fällen Kunden bei Beendung ihrer Verträge inkorrekte Erträge und Gutschriften erhalten hatten. Einer Ergo-Sprecherin zufolge, beliefen sich die fehlerhaften Summen dabei teilweise auf fünfstellige Summen. Nun scheint sich der Fehlerteufel erneut eingeschlichen zu haben und für die Betroffenen spürbar zu Buche zu schlagen.

15.000 Kunden von falschen Prognosen betroffen

Einem aktuellen Bericht der Süddeutschen zufolge, erhielten 15.000 Kunden, die jüngst eine Ergo-Privatrente abgeschlossen haben, falsche Prognoserechnungen. Auch wenn es sich diesmal nicht um geldwerte Endabrechnungen handelt, dürft der neuerliche Fauxpas einigen Betroffenen (nach Angaben von Süddeutsche rund 300 Großverträge) bitter aufstoßen. So schreibt die Zeitung, dass die Differenz zwischen den den Kunden zugänglich gemachten Vorhersagen und den detaillierten, konzernintern verwendeten Prognosen  viele Tausend Euro beträgt.

Ergo zieht Reißleine – Einstampfung des Neugeschäfts bis Jahresende


Nach Meinung von Jens Heidenreich, Pressesprecher des Projekts LV-Doktor, das Verbraucher beim Kündigen und Widerrufen von Lebensversicherungen unterstützt, spielt der erhebliche Imageschaden, den der Versicherer mit dem Rechenskandal im Juli erlitten hatte, eine nicht zu unterschätzende Rolle für den Vertriebsstopp. Die Nummer fünf am deutschen Lebensversicherungsmarkt hatte vor wenigen Tagen überraschend die Einstampfung des Neugeschäfts von klassischen Lebensversicherungen verkündet. Heidenreich meint: „Wer bitte schließt denn heute noch ein so überholtes Produkt wie die klassische Lebensversicherung ab? Angesichts des historisch niedrigen Zinsniveaus und der angespannten Lage an den Finanzmärkten ist für viele Kunden überhaupt nicht absehbar, wie viel sie von ihren Ersparnissen am Laufzeitende tatsächlich wiedersehen. Wenn dann auch noch Gefahr besteht, Geld einzubüßen, weil die Versicherung sich auf 50 Jahre alte Rechenprogramme verlässt, dann lassen viele doch lieber gleich die Finger von den Produkten. Und das weiß auch die Ergo und macht deshalb den Sack zu.

Auch Altkunden sollten Reißleine prüfen


Nach Meinung des Projektsprechers sollten Kunden, die vor Jahren eine Lebensversicherung abgeschlossen haben, unbedingt prüfen, ob eine Fortführung derselben tatsächlich ratsam ist. Heidenreich: „Oftmals laufen Kunden Gefahr, einen Teil ihrer Ersparnisse zu verlieren – das böse Erwachen kommt dann am Laufzeitende.“ Ein vorzeitiger Austritt aus dem Vertrag sei dabei – entgegen der landläufigen Meinung – nach Aussage Heidenreichs nicht immer mit finanziellen Verlusten verbunden: „Im Gegenteil. Holt man sich zur Prüfung und Kündigung der eigenen Lebensversicherung einen Profi an Bord, können die Rückerstattungssummen erheblich gesteigert werden. Das schafft aber tatsächlich nur ein auf Versicherungs- und Vertragsrecht spezialisierter Anwalt.“ Bezug nimmt der Sprecher dabei auf die aktuelle Rechtssprechung. Dank dieser können rund 60 % aller Verträge der Jahre 1994 bis 2007 komplett widerrufen werden. In solchen Fällen haben Kunden Anspruch auf alle eingezahlten Beiträge zuzüglich Verzinsung.
 

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